Die Spekulationsgeschäfte unserer Politikere

Spekulationsgeschäfte; am Beispiel Reichenau an der Rax wird hier im kleinen verständlich mit Originalbelegen aufgezeigt:
Warum spekulieren politische Verantwortungsträger?
Welchen Nutzen verspricht sich der Politiker, welchen Nutzen hat die Bank oder der Vertreiber der Finanzprodukte? Geht es wirklich um die Veranlagung?
Wer bezahlt dieses unverantwortliche Spiel mit dem Steuergeld und den Wohnbauförderungsbeiträgen der Arbeitnehmer, das bereits für Kommunen, Länder und Staat existenzgefährdend geworden ist? Wann werden Zahlungen zu Lasten der Öffentlichkeit schlagend?
Der ehemalige Nationalratsabgeordnete der ÖVP, Bgm. Hans Ledolter aus Reichenau an der Rax hat in diversen Zeitungsinterviews und Veranstaltungen in der Vergangenheit immer behauptet er hätte nie riskante Spekulationsgeschäfte gemacht. DAS IST UNRICHTIG!
Er hat am 6.5.2002 mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ein HOCHSPEKULATIVES DEVISENOPTIONSGESCHÄFT abgeschlossen.
Durch dieses Spekulationsgeschäft müssen die Kinder der Bürgerinnen und Bürger von Reichenau im Jahr 2032 bei der Tilgung des damit verbundenen Fremdwährungskredits letztlich um ca. 600.000 Euro mehr an Schulden zurückzahlen.
Der Grund für dieses fragwürdige Geschäft war der Erlös von 64.900 Euro für den VERKAUF EINER OPTION. Diesen Betrag hat Bgm. Ledolter, laut eigener Aussage, großzügig für den Bau von neuen Schulsportstätten verwendet.
Beinahe das zehnfache dieses Betrages müssen die Kinder im Jahre 2032 also dafür zurückzahlen, dass sich Herr Bgm. Ledolter in seiner Amtszeit großartig im amtlichen Informationsblatt der Gemeinde Reichenau, der „Rathausfeder“ loben lässt, während die Gemeinde zukünftig gewaltig Federn lassen muss.
Kann man das als vertrauenswürdige und verantwortungsvolle Amtsführung bezeichnen?
Als ich im Bezirksblatt dieses hochspekulative Verlustgeschäft erstmals veröffentlicht habe, hat sich Bgm. Ledolter folgendermaßen gerechtfertigt :
1. Dieses Optionsgeschäft hätte keinen Schaden verursacht.
DAS IST UNRICHTIG! (Der Schaden beträgt ungefähr 600.000 Euro)
2. Er sei zum selben Devisenkurs ein- und ausgestiegen.
DAS IST UNRICHTIG! (Einstiegskurs Euro/Yen 116,75 am 6.5.2002 – Ausstiegskurs ca. 136 am 8.5.2003)
3. Es habe sich um ein Kurssicherungsgeschäft gehandelt.
DAS IST UNRICHTIG!(Wenn man Kurse absichern will muss man eine Option kaufen, und nicht, wie er es getan hat, verkaufen)
Das Schreiben von Derivaten ist laut §69e (1) der Gemeindeordnung zudem verboten.
Hier müsste die Korruptionsstaatsanwaltschaft tätig werden!
Herr Bgm. Ledolter hat diese Rechtfertigung im Zuge einer Veranstaltung der Bürgerinitiative „MIR“- am 26.6.2009 auch vor großem Publikum wiederholt. (Eine entsprechende Tonbandaufnahme liegt vor)
Hatte der Abschluss solcher Geschäfte überhaupt nur den Sinn in der eigenen Amtszeit gut dazustehen und großzügig mit einem Körberlgeld fürs Budget auf zu treten???
Die tatsächliche Folge dieser Geschäfte ist jedoch eindeutig: Während die GEWINNE AN DIE SPEKULANTEN GEHEN (hier sind es ca. 600.000 Euro !!!!), BEZAHLEN DIE KINDER DER GEMEINDE IN DER ZUKUNFT DIE VERLUSTE!!!!
Denken manche Politiker tatsächlich nur an ihr eigenes Image in ihrer Amtszeit, ohne sich der Verantwortung für die Zukunft je stellen zu müssen? Auf diese Frage kann man letztlich nur mit FAKTEN antworten und nicht mit blendender Rhetorik.
Im Falle des Bürgermeisters von Reichenau liegen alle Originalbelege über die spekulativen Geschäfte vor, während in anderen Fällen häufig die Unterlagen fehlen und oft nur eine, oberflächliche, theoretische Debatte entsteht, die der Bürger dann schwer beurteilen kann.
In der Diskussion um die Veranlagung der Wohnbaufördergelder der NÖ-Arbeitnehmer wurde dieser Aspekt jedoch noch nie richtig beleuchtet. Hier ist es jedoch noch schlimmer, da die dahinterliegenden Spekulationsgeschäfte und deren Auswirkungen im einzelnen noch nie transparent gemacht worden sind.
Da bei bestimmten Derivatgeschäften das Land bzw. der Staat die Haftung übernehmen und durch die neuen Finanzinstrumente sogar der Staatsbankrott möglich werden kann, müssen diese Geschäfte SOFORT verboten werden!!!!
Wir können nicht mehr lange auf Gesetzesänderungen warten bis sich die Parteien eventuell einig sind.
Wie man jetzt deutlich sieht versuchen die Verantwortlichen Verluste nicht nur zu vertuschen, sondern man versucht, darüber hinaus, durch noch gefährlichere Geschäfte die Altverluste wieder auszugleichen.
Die „verantwortlichen“ Parteien handeln dabei verantwortungslos!
Sie dürften sich der möglichen Konsequenzen oft gar nicht richtig bewusst sein.
Dadurch ist der Bankrott eines Landes oder sogar des Staates jederzeit möglich. Griechenland kann in jeder Minute auch in Österreich zur Realität werden!!!
Jetzt komme ich wieder zum Anfang:
Weder in Fernsehdiskussionen noch in sonstigen Medien wurden die Gründe für diese Entwicklung bisher hinlänglich analysiert.
Der Hauptgrund für diese Entwicklung scheint folgender zu sein:
Manche Politiker versuchen aus persönlichen Gründen, ohne Rücksicht auf das Risiko, das Geld aus der Zukunft in ihre Amtszeit vor zu verlagern und stellen sich damit als große Verantwortungsträger dar. Das ist durch die neuen Finanzinstrumente möglich geworden, ohne dass es in den Büchern der Buchhaltung (Kameralistik) aufscheint. Wie die nachfolgenden Politiker und auch unsere Kinder damit belastet werden zählt scheinbar gar nichts.
Die beteiligten Geschäftspartner verdienen durch enorme Provisionen die bei solchen Produkten fällig werden können mehr als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in seinem ganzen Leben für seine Familie erarbeiten und verdienen kann.
Ich würde mir wünschen, dass diese Aspekte von den Medien deutlicher an die Öffentlichkeit gebracht werden. Wir müssen im Interesse aller Österreicherinnen und Österreicher noch mehr Druck auf die Parteien machen, damit solche „budgetären Gestaltungsmöglichkeiten“ rasch ein Ende haben.
Ich kann nur meine Meinung eindringlich wiederholen: GRIECHENLAND ist derzeit zu jeder Minute auch in ÖSTERREICH möglich! Herbert Weinzzettel

Quelle: http://www.mutbuergerpartei.at

Die Todesglocke der Wall Street reißt die Menschheit ins Verderben.
Sie ist die Ursache allen Übels.

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Über oesbuergerpartei

Bundesobmann der österreichischen Bürgerpartei
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